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Moses im Islam

Mose  im Islam

Mose (arabisch ‏مُوسَى‎ Mūsā, Moses)

„O Musa, Ich habe Dich vor den Menschen durch Meine Botschaft und durch Mein Wort auserwählt. So nimm denn, was Ich dir gegeben habe, und sei einer von den Dankbaren.“

Qur’an 7:144

Musa (a.s.)* ist der Prophet, der im Qur’an am häufigsten erwähnt wird. Die Prophetie des Musa (a.s.) ist durch eine Besonderheit ausgezeichnet:

„… und Allah redete mit Musa unmittelbar.“

Qur’an 4:164

In der islamischen Tradition hat er deshalb den Beinamen Kalim Allah erhalten – derjenige, zu dem Gott spricht.

Musas Geburt und Jugend
Musas Berufung
Musa  und Haarun  treten vor Pharao
Die Zauberer werden Gläubige

Musas Geburt und Jugend:

Die Geburt und das Heranwachsen Musas (a.s.) verlaufen unter besonderen Umständen. Die Israeliten leben in Ägypten, wo sie unterdrückt und verfolgt werden. Wahrlich, Pharao betrug sich hochmütig im Land und spaltete dessen Bewohner in Parteien. Eine Gruppe von ihnen pflegte er zu unterdrücken, indem er ihre Söhne erschlug und ihre Frauen leben ließ. (…) (28:4) Auch die Mutter Musas (a.s.) muß für ihren Sohn schlimmes befürchten, aber Gott nimmt das Schicksal des Jungen in Seine Hand:

(…) als Wir Deiner Mutter jene Weisung eingaben: Lege ihn in einen Kasten und wirf ihn in den Fluß, dann wird der Fluß ihn ans Ufer spülen, so daß ein Feind von Mir und ihm ihn aufnehmen wird.“ Und ich habe auf dich Liebe von Mir gelegt; damit du unter Meinen Augen aufgezogen wurdest. (20:38,39)

Der Junge wird im Fluß gefunden und zu Pharao gebracht, der ihn mit seiner Frau wie einen Sohn annimmt. Musas Schwester folgt ihrem Bruder, der alle Ammen ablehnt, und kann ihn wieder zu seiner Mutter zurückbringen, die nun ihren eigenen Sohn für den Pharao stillt.

Als Musa (a.s.) erwachsen geworden ist, beobachtet er einmal einen Kampf zwischen einem Ägypter und einem Hebräer. Er eilt dem Hebräer zu Hilfe, doch durch seinen Einsatz kommt der Ägypter ums Leben. Musa (a.s.) erkennt seinen Fehler, und bittet Gott um Verzeihung: Er sagte: „Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht getan, so vergib mir.“ So verzieh Er ihm; denn Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige. Er (Musa) sagte: „Mein Herr, da Du mir gnädig gewesen bist, will ich niemals ein Helfer der Sünder sein.“ (28: 16,17)

Die Sache wird jedoch in der Stadt bekannt, und die Verantwortlichen der Stadt beschließen, gegen Musa (a.s.) vorzugehen und ihn zu töten. Musa (a.s.) flieht und kommt nach Madyan. Er lernt dort seine Frau kennen, bei deren Vater er für einige Jahre in den Dienst tritt.


Musas  Berufung:

Nachdem Musa (a.s.) Madyan wieder verlassen hat, kommt es zur entscheidenden Wendung in seinem Leben: Er wird von Gott zum Propheten berufen:Als er ein Feuer sah, sagte er zu seinen Angehörigen: „Bleibt (hier), ich habe ein Feuer wahrgenommen; vielleicht kann ich euch ein Stück Glut davon bringen oder den rechten Weg am Feuer finden. Und wie er näher kam, wurde gerufen: „O Musa! Ich bin es, dein Herr. So zieh deine Schuhe aus, denn du bist im Heiligen Tal Tuwa. Und Ich habe dich erwählt; so höre denn auf das, was offenbart wird. Wahrlich, Ich bin Allah. Es ist kein Gott außer Mir; darum diene Mir und verrichte das Gebet zu Meinem Gedenken. Wahrlich, die Stunde kommt bestimmt. Ich halte sie fest verborgen, auf daß jede Seele nach ihrem Bemühen belohnt werde. Darum laß dich nicht von dem, der hieran nicht glaubt und seinen Gelüsten folgt, davon abhalten, damit du nicht untergehest.“ (20:10-16)

Diese Botschaft, die Gott Musa (a.s.) übermittelt, ist die universelle Botschaft des Islam – nicht im engeren Sinne der Religionsgemeinschaft, die durch das Prophetentum Muhammads (s.a.s.) begründet wurde, sondern im Wortsinne – der Ergebung in den Willen Gottes.

Nach dieser Botschaft erhält Musa (a.s.) die besonderen Zeichen seiner Prophetenschaft: den Stock, der zu einer Schlange wird, wenn er ihn auf den Boden wirft und seine Hand, die bleich und abgestorben aussieht, wenn er sie unter seiner Achsel hervorzieht. Mit diesen Zeichen wird er zu Pharao geschickt.

Musa (a.s.) ist bereit, diesen schwerwiegenden Auftrag anzunehmen, doch hat er Bedenken, ob er dieser Aufgabe auch gewachsen ist. Er bittet um Beistand: „Mein Herr, gib mir die Bereitschaft (dazu) und erleichtere mir meine Aufgabe und löse den Knoten meiner Zunge, damit sie meine Rede verstehen mögen. Und gib mir einen Beistand aus meiner Familie mit, Harun, meinen Bruder, mit dem ich meine Kraft steigere; und laß ihn ihn an meiner Aufgabe teilhaben, auf daß wir Dich oft preisen mögen und Deiner oft gedenken, denn Du kennst uns am besten.“ (20:25-35)


Musa  und Haarun treten vor Pharao:

Musa (a.s.) und Harun (s.a.) treten also vor Pharao, geben sich als Gesandte Gottes zu erkennen und fordern ihn auf, die Israeliten ziehen zu lassen. Pharao reagiert darauf, indem er Musa (a.s.), den er ja bei sich aufgezogen hat, Undankbarkeit vorwirft und ihn an den Tod des Ägypters erinnert:

Wir beide sind die Boten des Herrn der Welten. Laß die Kinder Israels mit uns ziehen.“ Er (Pharao) sagte: „Haben wir dich nicht als Kind bei uns aufgezogen? Und du hast viele Jahre deines Lebens bei uns verbracht. Und du begingst jene deine Tat, die du begangen hast, und du warst undankbar.“ Er (Musa) sagte: „Ich tat es damals als ich auf dem Irrweg war. Dann floh ich von euch, weil ich euch fürchtete; doch (nun) hat mir mein Herr Weisheit geschenkt  und mich zu einem Gesandten gemacht. Und die Gnade, die du mir vorhältst, ist die, daß du die Kinder Israels geknechtet hast.“ Pharao sagte: „Und was ist der Herr der Welten?“ Er (Musa) sagte: „Er ist der Herr der Himmel und der Erde und dessen was zwischen beiden ist, wenn ihr es nur begreifen würdet.“ (26:16-28)

Pharao fordert Musa (a.s.) auf, ein Zeichen der Wahrheit zu bringen, woraufhin Musa seinen Stock hinwirft, der zu einer Schlange wird. Dies wird jedoch von Pharao alsZauberei abgetan und er bespricht sich mit seinem Beratern, was man gegen Musa (a.s.) unternehmen könne. Man kommt überein, einen Tag festzusetzen, an dem die Zauberer des Landes zusammenkommen, um gegen Musa (a.s.) anzutreten. Der Wettstreit soll erweisen, daß Musa (a.s.) nichts als ein gewöhnlicher Zauberer ist:

Da warfen sie ihre Stricke und Stöcke hin und sagten: „Bei Pharaos Macht, wir sind es, die sicher siegen werden.“ Dann warf Musa seinen Stock hin, und siehe, er verschlang das, was sie vorgetäuscht hatten. (26:44-45)


Die Zauberer werden Gläubige:

Angesichts ihrer Niederlage erkennen die Zauberer, daß hier eine höhere Macht am Werk ist; daß Musa (a.s.) tatsächlich ein Gesandter ist. Sie bezeugen ihren Glauben an Gott, wovon auch die Androhung von Folter und Tod sie nicht mehr abhalten kann:

Da warfen sich die Zauberer anbetend nieder. Sie sagten: „Wir glauben an den Herrn der Welten, den Herrn Musas und Haruns.“ Er (Pharao) sagte: „Glaubt ihr an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er ist sicher euer Meister, der euch die Zauberei gelehrt hat. Aber bald sollt ihr es erfahren. Wahrhaftig, ich werde euch die Hände und Füße wechselweise abhauen, und wahrhaftig, ich will euch alle kreuzigen.“ Sie sagten: „Darin liegt kein Schaden; denn wir werden zu unserem Herrn zurückkehren. Wir hoffen sehr, unser Herr werde uns unsere Sünden vergeben, da wir die ersten der Gläubigen sind. (26:46-51)

Die Mission Musas (a.s.) und Haruns (a.s.) besteht also nicht nur darin, Pharao davon zu überzeugen, die Kinder Israels ziehen zu lassen: Ihre Aufgabe ist es auch, den Glauben an den einzigen Gott, den Herrn der Welten, zu verkünden. Sie sprechen vor Pharao und seinem Hofstaat von Gott, seiner Allmacht und vom Jüngsten Tag: (Er ist es), Der die Erde für euch zu einem Lager gemacht hat und Wege über sie für euch hinlaufen läßt und Regen vom Himmel herniedersendet. Und damit bringen Wir Paare von Pflanzenarten hervor. Esset denn und weidet euer Vieh. Wahrlich, hierin liegen Zeichen für Leute von Verstand. Aus ihr (der Erde) haben Wir euch erschaffen, und in sie werden Wir euch zurückkehren lassen, und aus ihr bringen Wir euch abermals hervor. (20:53-55)

Die Zauberer lassen sich von den Zeichen, die ihnen von der Macht Gottes gegeben wurden, überzeugen, und auch ein anderer Gläubiger aus dem Gefolge Pharaos, setzt sich für Musa (a.s.) ein und warnt Pharao davor, ihn zu töten: Und es sagte ein gläubiger Mann von den Leuten Pharaos, der seinen Glauben geheimhielt: „Wollt ihr einen Mann töten, weil er sagt: „Mein Herr ist Allah“, obwohl er mit klaren Beweisen von eurem Herrn zu euch gekommen ist? Wenn er ein Lügner ist, so lastet seine Lüge auf ihm; ist er aber wahrhaftig, dann wird euch ein Teil von dem treffen, was er euch androht. Wahrlich, Allah weist nicht dem den Weg, der maßlos (und) ein Lügner ist. O meine Leute, euch gehört heute die Herrschaft im Land. Wer aber wird uns vor der Strafe Allahs schützen, wenn sie über uns kommt?“ (40:28,29)

Auch die Frau des Pharao, die Musa (a.s.) bei sich aufgenommen hatte, wird zu einer Gläubigen, wie der Koran erwähnt: Und Allah legt denen, die glauben, das Beispiel von Pharaos Frau vor, als sie sagte: „Mein Herr! Baue mir ein Haus bei Dir im Paradies und befreie mich von Pharao und seinen Taten und befreie mich von dem Volk der Ungerechten!“ (66:11)

Pharao selbst läßt sich jedoch in keiner Weise beeindrucken:Und wir ließen ihn (Pharao) Unsere Zeichen allesamt schauen; doch er verwarf (sie) und weigerte sich (zu glauben). (20:56)

 

Was ist Islam?

Das Gottesbild

Der Islam verkündet eine reine Form des Monotheismus. Gott ist der Eine Gott, Er ist unteilbar und hat niemend neben sich. Er ist unvergleichlich und nichts ist ihm auch nur ähnlich. Nicht geschieht ohne Seinen Willen. Er ist der Erste, der Letzte, der Ewige, der Un-endliche, der Allmächtige, der Allwissende. Er ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge. Er ist der Gerechte, der Allerbarmer, der Gnädige, der Liebende, der Gütige, der Erhabene, der Preiswürdige, der Wahrhaftige. Er is der Inhaber und Besitzer aller vollkommenen Eigenschaften. Alle diese, und noch andere im Qur’an erwähnten Eigenschaften Gottes, müssen in ausgewigener Weise betrachtet werden, ohne dass die eine Eigenschaften zugunsten einer anderen vernachlässigt oder zum Nachteil einer anderen überbetont wird.

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Einheit der Religionen

Der Islam betont den einheitlichen Ursprung aller Offenbarungs-religionen. Er betont, dass Unterscheidungen nach Rassen, Hautfarben, Sprachen usw. niemals den Grund für Überlegenheitenansprüche eine Gruppe gegenüber einer anderen bilden können. Die einzige, wirkliche Unterscheidung zwischen den Menschen ergibt sich auf geistig sittlicher Ebene, nämlich die Unterscheidung nach Rechtschaffenheit und Gottesehrfurcht. (49/12).

Der Lebensweg

Der Islam ist Lebensweg, der sich auf alle Bereiche des menschlichen Daseins erstreckt und der in grundsätzlicher Übereinstimmung mit der Natur, ihren Gesetzen und ihren Anforderungen steht. Islam ist das in die Praxis umgesetzte Wissen un die Existenz Gottes, die Wahrhaftigkeit Seiner Propheten, Seiner Bücher, Seiner Engel und des Leben nach dem Tode. Ein Muslim ist derjenige, der die Gesetze Gottes in allen Lebenssituationen befolgt. Die islamische Gesellschaft ist die nach Wissen un den Willen Gottes strebende Gemeinschaft, in der jeder Einzelne direkt und ohne Vermittlung eines Priesters mit Gott in Verbindung steht. Die islamische Gesellschaft bringt jedem Nichtmuslim respektvolle Toleranz entgegen, denn das Wort Islam hat sowohl die Bedeutung Hingabe und Unterwerfung unter den Willen Gottes, als auch die Bedeutung Fried.

Das Geistige und das Materielle

Obwohl der Islam sich an das Geistige im Menschen wendet und ihm vor allem ein ethisches Ideal bietet, berücksichtigt er gleichzeitig das Materielle im Leben der Menschen in ausgewogener Weise. Die islamische Lehre vereint harmonisch geistige und materielle Elemente. On ein Muslim in der Moschee betet, auf dem Markt seine Ware verkauft, Staatsgeschäfte leitet, zu Gericht sitzt oder im Kreis seiner Familie, immer gilt seine Tat als Gottesdienst, solange seine Denk- und Handlungsweise von den Weisungen Gottes geleitet wird.

Die Familie

Der Islam misst der Familie die weitaus größte Bedeutung bei. Im Verhältnis zwischen Mann und Frau ist die Ehe die einzige legale Form des Zusammenlebens. Jeden intimen außerehelichen Verkehr zwischen den Geschlechtern lehnt der Islam ab. Mann und Frau vervollkommnen sich gegenseitig, um in der Ehe einen gemeinsamen Beitrag zum Aufbau einer gesunden Gesellschaft zu bringen.

Ziele des Islam

Der Islam befasst sich nicht nur mit dem ewigen Leben im Jenseits, sondern richtet sein Augenmerk in gleichem Maße auch auf das diesseitige Leben. Sittliche Vollkommenheit, sozialer Fortschritt, wirtschaftliche Gerechtigkeit, zwischenmenschliche Liebe und Barmherzigkeit, politische Vernunft und Friede sind Ziele, die der Islam zur Erreichung wahren menschlichen Glücks in diesem Leben und im jenseitigen Leben zu verwirklichen sucht.

Vernunft und Wissenschaft

Der Islam betrachtet die Vernunft als ein kennzeichnendes Merkmal des Menschen und als eine Gabe Gottes. Sie ist der Grund für die Verantwortlichkeit des Menschen vor Gott und gleichzeitig sein Führer in allen Lebenssituationen. Weil der Islam der Vernunft einen so bedeutenden Platz einräumt, erlaubt er menschenverachtende Kulte und willkürlich verhaängte Dogmen nicht.

Der Islam macht das Streben nach Wissen zur Pflicht eines jden Muslims. Er gehts sogar so weit, die wissenschaftliche Arbeit zum Gottesdienst zu erheben. In ständigem Appell fordet der Qur’an den Menschen dazu auf, die Natur zu erforschen, damit er die Existenz Gottes und Seine Eigenschaften erkennt. Die Forschung darf nie zum selbstzweck werden, sondern immer ein Mittel zur Erreichung menschlichen Fortschritts und zur Vervollkommnung der Moral bleiben muss. Sie darf die Grenzen der Moral unt Ethik nicht überschreiten und die Würde aller Geschöpfe nicht verletzen.

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