Schlagwort: Die 6 Glaubensartikel

Ziele

Die Grundlagen des Vereins sind die islamische Lehre und Tradition sowie die Ordnungen, wie sie vom Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und den Verfassungen der Länder vermittelt werden.

Der Verein respektiert uneingeschränkt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung und die des sozialen Rechtsstaates.

Seine Aufgabe ist insbesondere die religiöse, soziale und kulturelle Betreuung der in Kaiserslautern lebenden Muslime und die kulturelle und religiöse Verständigung zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu fördern, zur Integration der Muslime in der Gesellschaft beizutragen und somit ein friedliches Zusammenleben zu erreichen, für die ausländischen Muslime eine zukunftsorientierte Infrastruktur zu schaffen.

Der Verein bietet den Bewohner von Kaiserslautern die Möglichkeit, sich umfassend über die Religion Islam zu informieren. Zur Erläuterung und zur Beantwortung von Fragen zu diesem Thema stehen Ihnen kompetente Personen zur Verfügung.

Der Verein vermittelt Personen, die geeignet sind, an öffentlichen und privaten Veranstaltungen über den Islam helfend und aufklärend teilzunehmen. Dabei gilt das Bestreben, Aufklärung über den Islam zu vermitteln sowie Vorurteile und Missverständnisse abzubauen und eine gegenseitige Toleranz zu fördern.

Ziele des Vereins:

  • Verein bietet Muslimen seelsorgerische Betreuung an
  • Bei religiöse und sozialen Problemen steht der Imam und die Verwaltung zur Beratung zur Verfügung
  • Der Verein führt den wöchentlichen Freitagsgottesdienst durch. Daran nehmen ca. ~400 Muslime teil
  • Täglich werden gemeinsame Gebete angeboten
  • Im Fastenmonat Ramadan findet allabendlich ein gemeinsames Fastenbrechen statt
  • berät bei Ausfüllung von Formularen und Anträgen
  • begleitet Bedürftige zu Behörden
  • Bei mangelhaften Sprachkenntnissen stellt der Verein Dolmetscher und Übersetzer zur Verfügung
  • umfangreiches Angebot an deutschsprachigen Unterrichten, deutschsprachiger Literatur, Seminaren
  • Moscheeführungen
  • Zusammenarbeit mit islamischen Organisationen
  • Der Verein unterstützt die Arbeit anderer islamischer Vereine in Kaiserslautern vor allem die Studenten Gruppe an der TU Kaiserslautern (MSG)

Sie haben Fragen zum Islam? Dann vereinbaren Sie einen Termin mit uns, per Email oder rufen Sie uns an. Oder besuchen Sie uns einfach während unseren Unterrichtszeiten.

 

Bibliothek

Die Bibliothek des islamischen Zentrums Kaiserslautern  beinhaltet die wichtigsten Werke in arabischer Sprache, sowie Übersetzungen ins Deutsche, Türkische, Bosnische wie auch ins Englische, Französische und andere Sprachen.

Die Öffnungszeiten:

09.00 bis 12.00 Uhr

Sie können sich die verscheidenen Büchen ausleihen. Ebenso ist es möglich sich mit der Verwaltung des islamischen Zentrums in Verbindung zu setzen bezüglich der Spende von Büchern für die Bibliothek des islamischen Zentrums.

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Das Glaubensbekenntnis

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Das Glaubensbekenntnis der Muslime

Die Shahada ist das Glaubensbekenntnis der Muslime und die erste der ´5 – Säulen´ des Islam.

Das Wort Shahada bedeutet auf arabisch ´Bezeugung´.  DieShahada soll zwei Dinge bezeugen:

(a)  Nichts ist der Anbetung würdig außer Gott (Allah). 

(b)  Muhammad ist der Gesandte Gottes (Allahs).

Ein Muslim ist einfach jemand, der Zeugnis ablegt und bezeugt, daß “Nichts der Anbetung, Verherrlichung und Verehrung würdig ist außer Gott und Muhammad ist der Gesandte Gottes.”  Durch diese einfachen Erklärung wird man ein Muslim.

Es muß wenigstens einmal im Leben mit dem vollständigen Verständnis seiner Bedeutung und mit der Bestätigung des Herzens gesagt werden.  Muslime sagen es, wenn sie am Morgen aufstehen und bevor sie am Abend schlafen gehen.  Es wird fünfmal am Tag beim Gebetsruf in jeder Moschee wiederholt.  Jemandem, der die Shahada als seine letzten Worte in diesem Leben spricht, dem ist das Paradies versprochen.

Viele Menschen, die den Islam nicht kennen, haben Bemerkungen überAllahwomit Muslime Gott bezeichnen, mißverstanden.  Allah ist der eigentliche Name für Gott auf arabisch, so wie Elah, oder häufig auch Elohim der eigentliche Name Gottes auf Aramäisch ist, der im Alten Testament erwähnt wird.  Allah ist ebenfalls Sein persönlicher Name im Islam, genau wie “YHWH” Sein persönlicher Name im Judentum ist.  Eher noch als die hebräische Bedeutung von “YHWH” als “Der, Der ist”, kennzeichnet Allah auf arabisch den Aspekt, daß Er “Die Eine Wahre Gottheit, Der alle Anbetung gebührt” ist.  Arabisch sprechende Juden und Christen benennen das Allerhöchste Wesen ebenfalls AllahAllah ist der persönliche Name des Einzigen Gottes, der genau die Namen und Eigenschaften besitzt, die Er Seinem letzten Propheten Munhammad –Segen und Heil auf ihm- offenbarte, sowie dieNamen und Eigenschaften, die Er den Menschen nicht offenbarte.

(a)   Nichts ist der Anbetung würdig außer Gott (Allah). 

Der erste Teil dieser Bezeugung stellt fest, dass Gott das exklusive Recht besitzt, innerlich und äußerlich angebetet zu werden, mit dem Herzen und den Gliedern.  In der islamischen Lehre kann nicht nur kein anderer als Gott angebetet werden, sondern es kann auch absolut keiner zusammen mit ihm angebetet werden.  Er besitzt keine Partner oder Teilhaber in der Anbetung, Verherrlichung und Verehrung.  Anbetung mit all ihren Bedeutungen und ihrem umfassenden Sinn gebührt Ihm allein.  Gottes Recht, angebetet zu werden, ist die essentielle Bedeutung des Islamischen Glaubensbekenntnisses: La ilaha illa llah.  Man wird Muslim, indem man das Göttliche Recht auf Anbetung bezeugt.  Dies ist der Kern des islamischen Glaubens an Gott, ja sogar des gesamten Islam.  Es wird als zentrale Botschaft aller Propheten und Gesandten betrachtet, die Gott geschickt hat: Abraham(a.s), Isaak (a.s), Ismael (a.s), Moses (a.s), die hebräischen Propheten, Jesus (a.s) und Muhammad (s.a.w) -möge Gott seine Erwähnung mehren-. Entsprechend dem heutigen Alten Testament erklärte Moses zum Beispiel:

“Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.” (5. Mose 6:4)

Laut dem heutigen Neuen Testament wiederholte Jesus (a.s) 1500 Jahre später dieselbe Botschaft, als er sagte:

“Das vornehmste Gebot ist das: ´Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist allein der Herr.” (Markus 12:29)

…und erinnerte Satan:

“Hebe dich weg von mir, Satan, denn es steht geschrieben: ´Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und Ihm allein dienen.´” (Matthäus 4:10)

Schließlich hallte der Ruf Muhammads über 600 Jahre nach Jesus über die Berge von Makkah: ‘Und euer Gott ist ein Einziger Gott.  Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen.’ (Quran 2:163).  Sie alle erklärten deutlich:

“Dient Gott!  Keinen Gott habt ihr außer Ihm! ” (Quran 7:59, 7:73; 11:50, 11:84; 23:32)

Aber durch eine einfache wörtliche Bezeugung allein wird man noch kein vollständiger Muslim.  Um ein vollständger Muslim zu werden, muß man die Anweisungen, die uns Gott durch den Propheten Muhammad angeordnet hat, genau in die Praxis umsetzen.  Dies bringt uns zum zweiten Teil der Bezeugung.

(b)  Muhammad ist der Gesandte Gottes (Allahs).

Muhammad wurde im Jahr 570 nChr. in Mekka in Arabien geboren.  Seine Vorfahren gehen auf Ismael zurück, einen Sohn des Propheten Abrahams. Der zweite Teil der Glaubensbezeugung versichert, daß er nicht nur ein Prophet, sondern auch ein Gesandter Gottes war, also eine höhere Rolle innehatte, wie auch Mose und Jesus vor ihm.  Wie alle Propheten vor ihm, war er ein menschliches Wesen, aber er wurde von Gott dazu auserwählt, Seine Botschaft der ganzen Menschheit zu überbringen, nicht nur einem Stamm oder einem Volk von den vielen.  Für die Muslime brachte Muhammad die letzte und abschließende Offenbarung.  Indem sie Muhammad als “den letzten der Propheten” annehmen, glauben sie, daß seine Prophezeiung alle anderen offenbarten Botschaften bestätigt und vervollständigt, bei Adam angefangen.  Zusätzlich spielte Muhammad während seines gesamten Lebens eine herausragende Rolle als Beispiel für die Gläubigen.  Das Bemühen des Gläubigen, dem Beispiel Muhammads zu folgen, spiegelt den besonderen Nachdruck wieder, den der Islam auf die Ausübung und die Taten legt.

Der Glaube

Der Glaube

„Sprich: „Er ist Allah, der Einzige. Allah, der allein Anzuflehende. Weder zeugt Er, noch ist Er gezeugt worden. Ihm gleicht niemand.“

Qur’an 112:1-4

Das wichtige Konzept des Islam und die Quelle aller seiner anderen Prinzipien und Verfahrensweisen ist die Einheit Gottes (Tauhid). Der Islam stellt Monotheismus in reinster Form dar.

Der Islam lehrt, dass es einen grundsätzlichen Unterschied gibt zwischen Allah, dem Schöpfer, und dem, was Er geschaffen hat. Der Himmel, der Mond, die Sterne, die Harmonie und Vollkommenheit in der Natur, die Anmut und Schönheit des menschlichen Körpers und die Vortrefflichkeit des menschlichen Geistes, der Wechsel zwischen Tag und Nacht, der Wandel der Jahreszeiten, das Geheimnis des Lebens und des Todes – all diese Dinge deuten auf etwas hin, das größer ist als sie selber.

Für den Glaubenden sind dies alles Zeichen (Ayaat) Allahs. Doch lehrt der Islam, dass Allah mit nichts von dem, was Er erschaffen hat, gleichgesetzt werden darf. Er ist ALLMÄCHTIG, ALLWISSEND; Er steht über jeglicher Unvollkommenheit, vielmehr ist Er die Verkörperung aller Vollkommenheit. Aber Er ist keinesfalls Substanz in irgendeiner Form oder irgendwie dem ähnlich, was Er erschaffen hat, obwohl Er andererseits kein ferner und weit entrückter Gott ist oder ein Ideal, dem man sich nicht nähern kann. Er ist ALLGÜTIG, und ALLMITLEIDSVOLL.

Der Islam lehrt, dass Allah immer da ist. Er wurde nie gezeugt und hat auch Seinerseits weder Sohn noch Tochter gezeugt. Der Islam weist das Konzept einer Inkarnation Gottes, das im Hinduismus, Christentum und in anderen Religionen zu finden ist, energisch  zurück, weil er davon ausgeht, dass das Konzept der Inkarnation dem Konzept Gottes Schranken auferlegt und die Überzeugung des Gläubigen, dass Gott dynamische Existenz besitzt, zerstört.

Der Qur’an bezeichnet Allah (t) als vollkommen und ständig wirkend (siehe Sure 2.255 im Qur’an). Der Islam lehnt die Auffassung, dass Jesus, Friede sei mit ihm, Sohn Gottes gewesen sei, entschieden ab. Vielmehr wird er als einer von Allahs großen Gesandten und Propheten der Kinder Israels geehrt und geachtet. Ebenso lehnt der Islam das Konzept der Dreieinigkeit ab, weil er es als im Widerspruch zum reinen Monotheismus stehend betrachtet. Und er weist die Argumentation einiger Christen zurück, dass Gott selbst die Gestalt von Jesus, Friede sei mit ihm, angenommen habe, damit die Menschen Ihn, Gott, erkennen könnten, sowie die Behauptung, dass Jesus, Friede sei mit ihm, für die Sünden der Menschheit am Kreuz gestorben sei. Zum einen kann nach islamischer Auffassung der Mensch Allah (t) sehr wohl erkennen und sich Ihm nahe fühlen, indem er in vorgeschriebener  Weise betet, fastet, Zakat gibt, die Pilgerfahrt unternimmt und gute Taten vollbringt. Gerade durch das Praktizieren des Islam soll die Seele des Gläubigen geläutert und er näher zu Allah (t) hingeführt werden. Und zum anderen kann nach islamischer Lehre niemand die Bürde eines anderen Menschen tragen oder dessen Verantwortung. Allah (t) weiß sehr wohl um unsere menschlichen Schwächen und unsere Unvollkommenheit. Er verdammt uns keineswegs dafür, dass wir unvollkommen erschaffen wurden; vielmehr leitet Er uns zur Selbstvervollkommnung an, verzeiht uns und lässt uns Seine Barmherzigkeit zuteil werden, wenn wir irregehen und Ihn dann aufrichtig um Verzeihung bitten.

Die Muslime glauben an den göttlichen Ursprung des Alten und Neuen Testaments, wobei sie allerdings die historische Einheit einiger Teile des Alten und Neuen Testaments bezweifeln. Sie nehmen an, dass diese keine genaue Wiedergabe dessen darstellen, was Allah (t) ursprünglich offenbart hat. Die Muslime glauben an die Engel Allahs und an Seine Propheten, Friede sei mit ihnen. Sie glauben an die Wiederauferstehung der Toten am Jüngsten Tag; sie glauben an den Tag des Gerichts und an das Ewige Leben im Paradies oder in der Hölle.

Obwohl die Muslime glauben, dass Allah (t) ALLMÄCHTIG ist und dass Ihm die gesamte Schöpfung absolut untertan ist, glauben sie gleichzeitig, dass Allah (t) den Menschen mit freiem Willen und der Fähigkeit, entsprechend zu wählen und zu handeln erschaffen hat, und dass Allah (t) in vollkommener Gerechtigkeit den Menschen moralisch verantwortlich macht für das, was er zu seinen Lebzeiten tut. Es ist falsch zu behaupten, dass der Islam seine Anhänger lehrt, sich unterwürfig und tatenlos in das zu ergeben, was immer ihr Schicksal oder ihre Bestimmung sein mag. Vielmehr  fordert der Islam die Gläubigen dazu heraus, gegen Unrecht und Unterwürfigkeit anzukämpfen und sich mit allen Kräften für die Aufrechterhaltung von Recht und Gerechtigkeit einzusetzen.

 

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Die 6 Glaubensartikel

Im Islam gibt es 6 Glaubensartikel, nämlich den Glauben an:

  1. Den einzigen Gott (arab. Allah).
  2. Seine Engel.
  3. Seine Offenbarung (heilige Bücher: Thora, die Evangelien; gemäß Qur’an und Hadith sind die Schriften der Juden und Christen jedoch verfälscht und verändert worden.
  4. Seine Gesandten, die Propheten Gottes: darunter Adam(Frieden sei mit ihm), Abraham (Frieden sei mit ihm), Mose (Frieden sei mit ihm), Jesus (Frieden sei mit ihm) und zuletzt Muhammed (slla Allauh Alyeh w salam).
  5. Den Tag des jüngsten Gerichts und das Leben nach dem Tod: Der Mensch werde eines Tages für seine Taten zur Verantwortung gezogen und mit dem Höllenfeuer bestraft oder mit dem Paradies belohnt.
  6. Die Vorherbestimmung.

Erwähnt werden diese Glaubensartikel unter anderem im Qur‘ an (z. B. Surah 4, Vers 136):

„Ihr Gläubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten und an die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und an die Schrift, die er schon (früher) herabgeschickt hat! Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jüngsten Tag nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.“

Der Islam ist eine rein monotheistische Religion. Die christliche Vorstellung der Dreifaltigkeit wird ausdrücklich abgelehnt, ebenso jede Personifizierung oder gar bildliche Darstellung Gottes. Gott wird durch seine „99 schönsten Namen“ (Al-Asma-ul-Husna) beschrieben, die nur ihm alleine zustehen.

Die Menschen können über Gott nur wissen, was er ihnen selbst in seiner Gnade offenbart hat.