Der Heilige Qur’an

Der Heilige Qur’an

„Dieses Buch (der Qur’an) ist Gottes Offenbarung. Daran ist nicht zu zweifeln. Es enthält Rechtleitung für die Frommen…“

Qur’an 2:2

Der Qur’an ist das Wort Gottes und das größte Werk, das Muhammed (saw) der Menschheit hinterlassen hat. Die Sprache des Qur’ans ist Hocharabisch. Qur’an bedeutet im Arabischen „Lesung“ oder „Rezitation“ und ist für die Muslime die Richtschnur, nach der sie sich bei ihren Handlungen richten. Er enthält 114 Abschnitte, die Suren (Singular – Surah), die von rund 6300 Versen gebildet werden. Nach islamischer Überzeugung ist der Qur’an so erhalten, wie er vor etwa 1400 Jahren offenbart wurde. Trotz zahlreicher Übersetzungen ist für die gläubigen Muslime nur der arabische Text verbindlich. Die mündlich wie schriftlich überlieferten Verse des Qur’ans sind unmittelbar nach dem Tode des Gesandten gesammelt und in der bis heute gültigen Form geordnet worden.

Die Fünf Säulen

Die Fünf Säulen

Der Islam legt fünf grundsätzliche Pflichten fest, die alle Muslime einzuhalten haben und die das Gebäude oder die Säulen seines Glaubens ausmachen. Dabei handelt es sich um:

1. Den Glauben an die Einheit Allahs und das Ablegen des Bekenntnisses zu diesem Glauben mit den folgenden Worten: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Sein Gesandter ist.“

2. Die fünf täglichen Gebete vor Sonnenaufgang, zur Mittagszeit, am Nachmittag, nach Sonnenuntergang und in der Nacht. Diese fünf täglichen Gebete helfen dem Muslim, sich im Alltagsleben ständig der Gegenwart Allahs bewusst zu sein. Diese Gebete sind eine ständige Erinnerung des Betenden an die Allgegenwärtigkeit und Allmacht Allahs und sie helfen dem Betenden dabei, nicht vom rechten Pfad abzuweichen.

3. Die Wohltätigkeit gegenüber den Mitmenschen. Der Islam legt großen Wert auf Großzügigkeit und Mildtätigkeit als Mittel zur Läuterung der eigenen Seele und zur Annäherung an Allah. Dem Muslim ist auferlegt, freiwillige Gaben zu verteilen, wenn immer es ihm  möglich ist; doch ist es davon abgesehen seine Pflicht, einmal jährlich eine Almosen-Steuer von etwa 2.5 Prozent seines Kapitalvermögens zu geben, die an Arme und Bedürftige etc. geht. Die Zakat (Almosen-Steuer) versetzt auf diese Weise die Muslim-Gemeinde in die Lage, sich all ihrer Mitglieder anzunehmen und zu gewährleisten, dass niemand des grundsätzlichen Rechts auf ein menschenwürdiges Dasein beraubt wird.

4. Das Fasten während des Ramadan, dem neunten Monat im islamischen Kalender. Dieses Fasten ist allen Muslimen vorgeschrieben, die gesund sind und das Reifestadium erreicht haben, sofern  sie nicht von der Einhaltung des Fastens durch verschiedene Umstände wie eine Reise, hohes Alter, Krankheit, geistige Unzurechnungsfähigkeit oder bei Frauen durch Menstruation, Schwangerschaft oder Stillen abgehalten werden. Das Fasten im Ramadan beginnt vor Anbruch der Morgendämmerung und dauert bis nach Sonnenuntergang. Während dieser Zeit enthält sich der Muslim des Essens, Trinkens von Wasser oder anderen Getränken, des Geschlechtsverkehrs mit seinem Ehepartner und des Rauchens. Das Fasten lehrt den Muslim Selbstdisziplin und Beherrschung und läutert gleichzeitig Seele und Körper, und es stärkt das Gottesbewusstsein.

5. Die Pilgerfahrt nach Mekka: Diese Pilgerfahrt ist allen Muslimen zumindest einmal im Leben zur Pflicht gemacht, sofern sie gesund sind und die finanziellen Mittel dafür aufbringen können. Die jährliche Wallfahrt nach Mekka ist eines der größten Ereignisse in der islamischen Welt, weil sie Muslime aller Rassen und Länder der Erde zusammenführt. Dieses große Erlebnis im Leben eines Muslims hilft ihm gleichfalls, Allah näher zu kommen.

 

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Die 6 Glaubensartikel

Im Islam gibt es 6 Glaubensartikel, nämlich den Glauben an:

  1. Den einzigen Gott (arab. Allah).
  2. Seine Engel.
  3. Seine Offenbarung (heilige Bücher: Thora, die Evangelien; gemäß Qur’an und Hadith sind die Schriften der Juden und Christen jedoch verfälscht und verändert worden.
  4. Seine Gesandten, die Propheten Gottes: darunter Adam(Frieden sei mit ihm), Abraham (Frieden sei mit ihm), Mose (Frieden sei mit ihm), Jesus (Frieden sei mit ihm) und zuletzt Muhammed (slla Allauh Alyeh w salam).
  5. Den Tag des jüngsten Gerichts und das Leben nach dem Tod: Der Mensch werde eines Tages für seine Taten zur Verantwortung gezogen und mit dem Höllenfeuer bestraft oder mit dem Paradies belohnt.
  6. Die Vorherbestimmung.

Erwähnt werden diese Glaubensartikel unter anderem im Qur‘ an (z. B. Surah 4, Vers 136):

„Ihr Gläubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten und an die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und an die Schrift, die er schon (früher) herabgeschickt hat! Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jüngsten Tag nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.“

Der Islam ist eine rein monotheistische Religion. Die christliche Vorstellung der Dreifaltigkeit wird ausdrücklich abgelehnt, ebenso jede Personifizierung oder gar bildliche Darstellung Gottes. Gott wird durch seine „99 schönsten Namen“ (Al-Asma-ul-Husna) beschrieben, die nur ihm alleine zustehen.

Die Menschen können über Gott nur wissen, was er ihnen selbst in seiner Gnade offenbart hat.

Die Botschaft

„Lies im Namen deines Herrn, Der alles erschaffen hat…“

Qur’an 96:1

Die Berufung Muhammads (SAW) zum Propheten:

Schon Jahre vor der ersten Offenbarung pflegte Muhammad (saw) sich zur Meditation auf einen Berg in der Nähe Mekka zurückzuziehen. Er spürte, dass die Glaubensüberzeugungen, Riten und Traditionen seines Stammes, die auf Vielgötterei gründeten, die Menschen in die Irre führten und von ihrer Bestimmung als Geschöpfe Gottes entfernten. In einer Höhle dachte er über all dieses nach, ohne aber eine Lösung und Perspektive zu finden. Im Jahre 610 n.Chr. als er sich wieder einmal alleine in der Höhle zum Nachsinnen und Gottgedenken zurückgezogen hatte, erschien ihm der Engel Gabriel und verkündete ihm, dass er von dem einen einzigen Gott zum Propheten auserwählt worden sei und übermittelte ihm die ersten Offenbarungen des Korans.

Waren die Offenbarungen nur Einbildung?

Muhammad (saw) hatte weder an so etwas wie eine Offenbarung gedacht, noch war ihm dies auf irgendeine Weise geläufig. Ein Engel erschien ihm in der Höhle und forderte ihn auf, etwas zu rezitieren. Er stand so sehr unter dem Eindruck der Begegnung mit dem Engel und seiner Aufforderung, die ersten Verse der Offenbarung des Korans zu lesen, dass er ganz verwirrt nach Hause kam. Zitternd bat er seine Frau, ihn mit Decken einzuhüllen. Er erzählte ihr von seinem Erlebnis und bat sie um Rat. Sie antwortete, dass er allen Menschen gegenüber freundlich und gerecht sei und den Notleidenden zur Hilfe eile. Deshalb glaube sie nicht, dass Gott ihn im Stich lassen würde.

Seine Frau nahm Muhammad (saw) dann zu einem Verwandten mit, der in den Heiligen Schriften bewandert war. Muhammad (saw) erzählte dem alten Mann alles, was er erlebt hatte. Dieser bestätigte, dass er den Engel Gabriel gesehen hatte, der auch vorher zu den früheren Propheten erschienen war.

Der Aufruf zum Islam

Es begann die Botschaft und der Aufruf zum Islam; denn nach der Offenbarung der ersten Verse des Korans begann der Prophet sein Volk, also die Bewohner von Mekka, öffentlich zum Islam einzuladen. Dabei traf er auf Hartnäckigkeit seitens der Menschen und sie lehnten seinen Aufruf ab, da er (Allahs Preisen und Frieden auf ihm) mit einem fremden Aufruf zu ihnen gekommen war. Dieser Aufruf umfasst nämlich alle Lebensangelegenheiten, ob religiös, politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich und begrenzt sich nicht nur auf den Monotheismus, der die Einzigkeit Allahs betont und auf die Notwendigkeit, Allah zu gehorchen und Ihn anzubeten. Diese Botschaft rief dazu auf, es zu unterlassen, neben Allah andere Götter bzw. Götzen anzubeten. Vielmehr verbot der Islam ihnen die Quellen ihrer Reichtümer, den Genuss des Heidentums (Dschahiliyya) und nahm ihnen ihren Stolz auf die Vorfahren, indem er den Wucher, Zins, Unzucht, Glücksspiel und den Genuss von alkoholischen Getränken verboten hat. Auch rief er zur Gerechtigkeit zwischen allen Menschen auf, ohne sie voneinander zu unterscheiden, außer in der Gottesfurcht.

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Die Kaa’ba

Die Kaa’ba

Viele Menschen gehen davon aus, dass Muslime die Kaaba in Makkah anbeten. Das ist eines der größten Missverständnisse überhaupt.

Kaa’ba bedeutet „Kubus“ bzw. „Würfel“ und ist das zentrale Heiligtum des Islam. Die Kaa’ba ist das Haus Gottes [Baytullah], zu dem Er alle seine Gäste einlädt. Die Kaa’ba markiert dieGebetsrichtung [Qibla] und ist Zentrum der Riten der Pilgerfahrt [Hajj]. Sie befindet sich im Innenhof der Geweihten Moschee [Masjid-ul-Haram] in Makkah.

Die Kaa’ba ist der Ort, auf den sich 1,570,000,000+ (1.57+ Milliarden) geschätzte Muslime auf der ganzen Welt jeden Tag ausrichten, wenn sie beten

Im Islam gilt die Kaaba als erstes Gotteshaus, das erstmalig vom ersten Menschen und Propheten Adam (a.s) erbaut wurde.

„Das erste Gotteshaus, das für die Menschen gebaut worden ist, ist das zu Makkah. Gesegnet und eine Rechtleitung für die ganze Welt ist es. “

Qur’an 3:96

Es geriet jedoch in Vergessenheit und verkam zu einer Ruine. Abraham (a.s) und sein Sohn Ismael (a.s) wurden durch göttliche Offenbarung [wahy] zu der Stätte geführt und bauten sie erneut auf. Besondere Bedeutung erlangte der Bau dadurch, dass Abraham (a.s) auch der Stammvater der großen Propheten der Juden und Christen ist.