Kategorie: Islam

Bibliothek

Die Bibliothek des islamischen Zentrums Kaiserslautern  beinhaltet die wichtigsten Werke in arabischer Sprache, sowie Übersetzungen ins Deutsche, Türkische, Bosnische wie auch ins Englische, Französische und andere Sprachen.

Die Öffnungszeiten:

09.00 bis 12.00 Uhr

Sie können sich die verscheidenen Büchen ausleihen. Ebenso ist es möglich sich mit der Verwaltung des islamischen Zentrums in Verbindung zu setzen bezüglich der Spende von Büchern für die Bibliothek des islamischen Zentrums.

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Das Gebet (As-Salah)

„… Das Gebet ist eine für die Gläubigen zu bestimmten Zeiten festgelegte Vorschrift.“

Qur’an 4:103

Salah (arabisch ‏ صلاة‎) ist das Gebet und die oberste Pflicht (fard) für alle volljährigen Muslime. Es ist das tägliche Ritualgebet in Richtung Makkah (Standort der Kaa’ba), der Qibla, das zu festgelegten Zeiten fünfmal am Tag zu verrichten ist.

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Die fünf Gebetszeiten sind Fajr (das Gebet vor dem Sonnenaufgang),Dhuhr (Mittagsgebet), Assr (Nachmittagsgebet), Maghrib (das Gebetnach dem Sonnenuntergang) und Ishaa (Einbruch der Nacht, bis zum Morgengrauen).

Die Zeiten des Gebets sind folgendermaßen bemessen:

Morgen 2 Rak’at (Fajr): Dieses Gebet wird in der Zeit zwischen dem Beginn der Morgendämmerung und dem Sonnenaufgang verrichtet.

Mittag 4 Rak’at (Dhuhr): Dieses Gebet wird in der Zeit zwischen dem Höchststand der Sonne und dem Beginn des Nachmittagsgebets verrichtet.

Nachmittag 4 Rak’at (Asr): Dieses Gebet wird in der Zeit zwischen Mittag und Abend, etwa im letzten Drittel verrichtet.

Abend 3 Rak’at (Maghrib): Dieses Gebet wird zwischen dem Sonnenuntergang und dem Ende der Dämmerung verrichtet.

Nacht 4 Rak’at (Ishaa): Dieses Gebet wird nach dem Ende der Dämmerung verrichtet, von Einbruch der Dunkelheit bis vor Beginn der Morgendämmerung.

Es ist nicht statthaft, Gebete zu den drei folgenden Zeiten zu verrichten:

– während des Sonnenaufgangs
– während des Sonnenuntergangs
– während die Sonne am höchsten Punkt im Himmel steht

Der Qibla – Gebetsrichtung

„… Richte dein Antlitz beim Gebet in Richtung der Heiligen Moschee in Mekka!“

Qur’an 2:144

Das Glaubensbekenntnis

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Das Glaubensbekenntnis der Muslime

Die Shahada ist das Glaubensbekenntnis der Muslime und die erste der ´5 – Säulen´ des Islam.

Das Wort Shahada bedeutet auf arabisch ´Bezeugung´.  DieShahada soll zwei Dinge bezeugen:

(a)  Nichts ist der Anbetung würdig außer Gott (Allah). 

(b)  Muhammad ist der Gesandte Gottes (Allahs).

Ein Muslim ist einfach jemand, der Zeugnis ablegt und bezeugt, daß “Nichts der Anbetung, Verherrlichung und Verehrung würdig ist außer Gott und Muhammad ist der Gesandte Gottes.”  Durch diese einfachen Erklärung wird man ein Muslim.

Es muß wenigstens einmal im Leben mit dem vollständigen Verständnis seiner Bedeutung und mit der Bestätigung des Herzens gesagt werden.  Muslime sagen es, wenn sie am Morgen aufstehen und bevor sie am Abend schlafen gehen.  Es wird fünfmal am Tag beim Gebetsruf in jeder Moschee wiederholt.  Jemandem, der die Shahada als seine letzten Worte in diesem Leben spricht, dem ist das Paradies versprochen.

Viele Menschen, die den Islam nicht kennen, haben Bemerkungen überAllahwomit Muslime Gott bezeichnen, mißverstanden.  Allah ist der eigentliche Name für Gott auf arabisch, so wie Elah, oder häufig auch Elohim der eigentliche Name Gottes auf Aramäisch ist, der im Alten Testament erwähnt wird.  Allah ist ebenfalls Sein persönlicher Name im Islam, genau wie “YHWH” Sein persönlicher Name im Judentum ist.  Eher noch als die hebräische Bedeutung von “YHWH” als “Der, Der ist”, kennzeichnet Allah auf arabisch den Aspekt, daß Er “Die Eine Wahre Gottheit, Der alle Anbetung gebührt” ist.  Arabisch sprechende Juden und Christen benennen das Allerhöchste Wesen ebenfalls AllahAllah ist der persönliche Name des Einzigen Gottes, der genau die Namen und Eigenschaften besitzt, die Er Seinem letzten Propheten Munhammad –Segen und Heil auf ihm- offenbarte, sowie dieNamen und Eigenschaften, die Er den Menschen nicht offenbarte.

(a)   Nichts ist der Anbetung würdig außer Gott (Allah). 

Der erste Teil dieser Bezeugung stellt fest, dass Gott das exklusive Recht besitzt, innerlich und äußerlich angebetet zu werden, mit dem Herzen und den Gliedern.  In der islamischen Lehre kann nicht nur kein anderer als Gott angebetet werden, sondern es kann auch absolut keiner zusammen mit ihm angebetet werden.  Er besitzt keine Partner oder Teilhaber in der Anbetung, Verherrlichung und Verehrung.  Anbetung mit all ihren Bedeutungen und ihrem umfassenden Sinn gebührt Ihm allein.  Gottes Recht, angebetet zu werden, ist die essentielle Bedeutung des Islamischen Glaubensbekenntnisses: La ilaha illa llah.  Man wird Muslim, indem man das Göttliche Recht auf Anbetung bezeugt.  Dies ist der Kern des islamischen Glaubens an Gott, ja sogar des gesamten Islam.  Es wird als zentrale Botschaft aller Propheten und Gesandten betrachtet, die Gott geschickt hat: Abraham(a.s), Isaak (a.s), Ismael (a.s), Moses (a.s), die hebräischen Propheten, Jesus (a.s) und Muhammad (s.a.w) -möge Gott seine Erwähnung mehren-. Entsprechend dem heutigen Alten Testament erklärte Moses zum Beispiel:

“Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.” (5. Mose 6:4)

Laut dem heutigen Neuen Testament wiederholte Jesus (a.s) 1500 Jahre später dieselbe Botschaft, als er sagte:

“Das vornehmste Gebot ist das: ´Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist allein der Herr.” (Markus 12:29)

…und erinnerte Satan:

“Hebe dich weg von mir, Satan, denn es steht geschrieben: ´Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und Ihm allein dienen.´” (Matthäus 4:10)

Schließlich hallte der Ruf Muhammads über 600 Jahre nach Jesus über die Berge von Makkah: ‘Und euer Gott ist ein Einziger Gott.  Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen.’ (Quran 2:163).  Sie alle erklärten deutlich:

“Dient Gott!  Keinen Gott habt ihr außer Ihm! ” (Quran 7:59, 7:73; 11:50, 11:84; 23:32)

Aber durch eine einfache wörtliche Bezeugung allein wird man noch kein vollständiger Muslim.  Um ein vollständger Muslim zu werden, muß man die Anweisungen, die uns Gott durch den Propheten Muhammad angeordnet hat, genau in die Praxis umsetzen.  Dies bringt uns zum zweiten Teil der Bezeugung.

(b)  Muhammad ist der Gesandte Gottes (Allahs).

Muhammad wurde im Jahr 570 nChr. in Mekka in Arabien geboren.  Seine Vorfahren gehen auf Ismael zurück, einen Sohn des Propheten Abrahams. Der zweite Teil der Glaubensbezeugung versichert, daß er nicht nur ein Prophet, sondern auch ein Gesandter Gottes war, also eine höhere Rolle innehatte, wie auch Mose und Jesus vor ihm.  Wie alle Propheten vor ihm, war er ein menschliches Wesen, aber er wurde von Gott dazu auserwählt, Seine Botschaft der ganzen Menschheit zu überbringen, nicht nur einem Stamm oder einem Volk von den vielen.  Für die Muslime brachte Muhammad die letzte und abschließende Offenbarung.  Indem sie Muhammad als “den letzten der Propheten” annehmen, glauben sie, daß seine Prophezeiung alle anderen offenbarten Botschaften bestätigt und vervollständigt, bei Adam angefangen.  Zusätzlich spielte Muhammad während seines gesamten Lebens eine herausragende Rolle als Beispiel für die Gläubigen.  Das Bemühen des Gläubigen, dem Beispiel Muhammads zu folgen, spiegelt den besonderen Nachdruck wieder, den der Islam auf die Ausübung und die Taten legt.

Der Heilige Qur’an

Der Heilige Qur’an

„Dieses Buch (der Qur’an) ist Gottes Offenbarung. Daran ist nicht zu zweifeln. Es enthält Rechtleitung für die Frommen…“

Qur’an 2:2

Der Qur’an ist das Wort Gottes und das größte Werk, das Muhammed (saw) der Menschheit hinterlassen hat. Die Sprache des Qur’ans ist Hocharabisch. Qur’an bedeutet im Arabischen „Lesung“ oder „Rezitation“ und ist für die Muslime die Richtschnur, nach der sie sich bei ihren Handlungen richten. Er enthält 114 Abschnitte, die Suren (Singular – Surah), die von rund 6300 Versen gebildet werden. Nach islamischer Überzeugung ist der Qur’an so erhalten, wie er vor etwa 1400 Jahren offenbart wurde. Trotz zahlreicher Übersetzungen ist für die gläubigen Muslime nur der arabische Text verbindlich. Die mündlich wie schriftlich überlieferten Verse des Qur’ans sind unmittelbar nach dem Tode des Gesandten gesammelt und in der bis heute gültigen Form geordnet worden.

Die Fünf Säulen

Die Fünf Säulen

Der Islam legt fünf grundsätzliche Pflichten fest, die alle Muslime einzuhalten haben und die das Gebäude oder die Säulen seines Glaubens ausmachen. Dabei handelt es sich um:

1. Den Glauben an die Einheit Allahs und das Ablegen des Bekenntnisses zu diesem Glauben mit den folgenden Worten: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Sein Gesandter ist.“

2. Die fünf täglichen Gebete vor Sonnenaufgang, zur Mittagszeit, am Nachmittag, nach Sonnenuntergang und in der Nacht. Diese fünf täglichen Gebete helfen dem Muslim, sich im Alltagsleben ständig der Gegenwart Allahs bewusst zu sein. Diese Gebete sind eine ständige Erinnerung des Betenden an die Allgegenwärtigkeit und Allmacht Allahs und sie helfen dem Betenden dabei, nicht vom rechten Pfad abzuweichen.

3. Die Wohltätigkeit gegenüber den Mitmenschen. Der Islam legt großen Wert auf Großzügigkeit und Mildtätigkeit als Mittel zur Läuterung der eigenen Seele und zur Annäherung an Allah. Dem Muslim ist auferlegt, freiwillige Gaben zu verteilen, wenn immer es ihm  möglich ist; doch ist es davon abgesehen seine Pflicht, einmal jährlich eine Almosen-Steuer von etwa 2.5 Prozent seines Kapitalvermögens zu geben, die an Arme und Bedürftige etc. geht. Die Zakat (Almosen-Steuer) versetzt auf diese Weise die Muslim-Gemeinde in die Lage, sich all ihrer Mitglieder anzunehmen und zu gewährleisten, dass niemand des grundsätzlichen Rechts auf ein menschenwürdiges Dasein beraubt wird.

4. Das Fasten während des Ramadan, dem neunten Monat im islamischen Kalender. Dieses Fasten ist allen Muslimen vorgeschrieben, die gesund sind und das Reifestadium erreicht haben, sofern  sie nicht von der Einhaltung des Fastens durch verschiedene Umstände wie eine Reise, hohes Alter, Krankheit, geistige Unzurechnungsfähigkeit oder bei Frauen durch Menstruation, Schwangerschaft oder Stillen abgehalten werden. Das Fasten im Ramadan beginnt vor Anbruch der Morgendämmerung und dauert bis nach Sonnenuntergang. Während dieser Zeit enthält sich der Muslim des Essens, Trinkens von Wasser oder anderen Getränken, des Geschlechtsverkehrs mit seinem Ehepartner und des Rauchens. Das Fasten lehrt den Muslim Selbstdisziplin und Beherrschung und läutert gleichzeitig Seele und Körper, und es stärkt das Gottesbewusstsein.

5. Die Pilgerfahrt nach Mekka: Diese Pilgerfahrt ist allen Muslimen zumindest einmal im Leben zur Pflicht gemacht, sofern sie gesund sind und die finanziellen Mittel dafür aufbringen können. Die jährliche Wallfahrt nach Mekka ist eines der größten Ereignisse in der islamischen Welt, weil sie Muslime aller Rassen und Länder der Erde zusammenführt. Dieses große Erlebnis im Leben eines Muslims hilft ihm gleichfalls, Allah näher zu kommen.

 

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